< In der Altenpflege gibt es Jobs mit Zukunft
05.04.2017

Umschüler in der Altenpflege unverzichtbar

bpa betont zur Woche der Ausbildung gute Einstiegs- und Umstiegschancen in der Altenpflege und warnt vor unnötigen Reformen.


Zur heute beginnenden bundesweiten Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit weist die baden-württembergische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) auf die guten Jobchancen in der Altenpflege hin. „Der Altenpflegeberuf hat in den letzten Jahren enorm an Attraktivität gewonnen, das belegen auch die guten Ausbildungszahlen“, sagt der bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner. Trotzdem gebe es in Pflegediensten und Heimen viele freie Stelle und damit hervorragende Einstiegschancen.

In Baden-Württemberg befinden sich derzeit mehr als 9.300 junge Menschen in der Ausbildung zur Altenpflegefachkraft. „Sie wissen, dass sie mit einem Altenpflegeexamen in der Tasche nie wieder über Arbeitslosigkeit nachdenken müssen und in jeder Region des Landes jederzeit einen Job finden“, so Wiesner. Er verweist zudem auf die guten Aufstiegs- und Weiterbildungschancen in der Pflege.

Besonders gute Perspektiven gibt es in der Pflege auch für Menschen, die sich beruflich umorientieren. „Mit 445 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machen Umschulungen zur Altenpflegefachkraft einen großen Teil aller Weiterbildungsmaßnahmen aus“, so Wiesner. Wer schon über viel Lebenserfahrung verfüge, sei in den Pflegeunternehmen sehr willkommen. 

Gerade weil der Altenpflegeberuf derzeit so gefragt sei, kritisiert der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende die aktuellen Pläne der Bundesregierung, die eigenständige Ausbildung in der Altenpflege zugunsten einer generalistischen Pflegeausbildung abzuschaffen. Dabei würden in einem neuen System Fachkräfte für die Altenpflege, die Kranken- und Kinderkrankenpflege gemeinsam ausgebildet. „Vielen Einsteigern und vor allem vielen Umschülern wäre dann der Weg zu zukunftssicheren Jobs in der Pflege verschlossen. Das kann sich unser Land angesichts der steigenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen einfach nicht leisten“, betont Wiesner.