< Mangel an Schülern in der Altenpflege befürchtet
08.11.2016

Sehr gutes Azubi-Gehalt


Auszubildende in der Altenpflege liegen bei der Vergütung in der Spitzengruppe: "Die Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) für die Ausbildungsvergütungen in 20 ausgewählten Berufen im Jahr 2015 machen deutlich, dass die Bezahlung von Auszubildenden in der Altenpflege in der Spitzengruppe aller Vergütungen für Auszubildende in Deutschland liegt", sagt Rainer Brüderle, Arbeitgeberpräsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste. "Legt man die durchschnittliche tarifliche Vergütung des TVöD in der Pflege in Höhe von rund 1050 Euro zugrunde, dann liegt die Altenpflege auf Rang zwei aller Azubi-Gehälter.

Da alle Pflegeeinrichtungen nach einem Entscheid des Bundesarbeitsgerichts mindestens 80 Prozent des TVöD zahlen müssen, was einer Mindestvergütung von gut 840 Euro entspricht, liegt die Pflegebranche sogar noch vor dem Einzelhandel (827 Euro) auf Platz acht von 21. Die niedrigste Ausbildungsvergütung in der Pflege liegt höher als Zweidrittel der vom BIBB ausgewählten Tarifausbildungsgehälter", so Rainer Brüderle.

Die Ausbildung zum Altenpfleger geht über drei Jahre. Sie besteht aus Theorie- und Praxisblöcken, die sich abwechseln, und vermittelt alle Kenntnisse, die zur selbstständigen Pflege älterer Menschen notwendig sind. Dazu gehören etwa die Unterstützung bei der Körperpflege, beim Essen und Ankleiden, das Erhalten und Aktivieren der eigenständigen Lebensführung älterer Menschen, Kenntnisse zur Gesundheitsvorsorge und Ernährungsberatung, Planung, Steuerung und Durchführung pflegerischer Maßnahmen sowie die Dokumentation der durchgeführten Schritte und der Umgang mit schwierigen sozialen Situationen. Teile der praktischen Ausbildung finden auch in anderen Einrichtungen statt, um sicher zu stellen, dass im stationären und im ambulanten Pflegebereich ausgebildet wird.

(Quelle: Landeszeitung für die Lüneburger Heide vom 29.10.2016)