< Hamburg: Pflegebedürftige brauchen Profis bpa fordert im Gespräch mit CDU-Abgeordnetem Klimke den Erhalt der eigenständigen Altenpflegeausbildung
04.04.2017

In der Altenpflege gibt es Jobs mit Zukunft

bpa Arbeitgeber zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen


„Fast 100.000 neue Jobs sind im letzten Jahr im Bereich Heime und Sozialwesen entstanden. Damit ist die Altenpflege weiterhin der Jobmotor Nummer 1 in Deutschland. Bei uns entstehen krisenfeste und zukunftsfähige Jobs“, so bpa Arbeitgeberpräsident Rainer Brüderle. 

Sorgen mache schon jetzt der bundesweit grassierende Fachkräftemangel in der Altenpflege. So kämen laut Bundesagentur für Arbeit im März 2017 auf 14.6000 offene Fachkräftestellen lediglich 3.000 arbeitslos gemeldete Altenpflegefachkräfte. „Der Arbeitsmarkt in der Altenpflege ist längst ein Bewerbermarkt geworden. Es dauert mittlerweile durchschnittlich über ein halbes Jahr, bis freigewordene Stellen neu besetzt werden können“, machte Brüderle deutlich.

„Die privaten Arbeitgeber in der Pflege tun alles, um Fachkräfte zu gewinnen und engagieren sich stark in der Ausbildung und Umschulung. Das belegen die zweistelligen Zuwachsraten in den letzten Jahren“, so der Vizepräsident des bpa Arbeitgeberverbandes Bernd Meurer. „Bisher ist die Politik aber die Antwort auf die gravierende Zukunftsfrage schuldig geblieben. Sie lautet: Wie eine absehbar steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen bei einer absehbar stagnierenden Zahl an Pflegefachkräften in einer begründeten Qualität gepflegt und betreut werden können? Das wird nur gehen, wenn man sich von lieb gewordenen Vorstellungen wie starren Fachkraftquoten und immer neuer bürokratischer Regulierungen trennt“, so Meurer. 

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Bereich Heimwesen und Soziales von Januar 2016 auf Januar 2017 um 95.800 bzw. 4,4 Prozent angestiegen. Insgesamt gab es 743.400 bzw. 2,4 Prozent Beschäftigte mehr.

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier.