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28.12.2016

Generalistik gefährdet die Rekordzahlen

bpa will weiter die eigenständige Altenpflegeausbildung erhalten


Berlin (ots) - Zu den heutigen Forderungen, die Zusammenlegung der drei eigenständigen Pflegeberufe durch den Bundestag zu peitschen, erklärt bpa-Präsident Bernd Meurer:
"Der sechste Pflegebericht der Bundesregierung hat gerade erst deutlich gemacht, dass wir Rekordzahlen bei der Beschäftigung und bei der Ausbildung in der Altenpflege haben. Der Beruf und die Ausbildung finden Zuspruch bei jungen Menschen, aber auch bei Umschülerinnen und Umschülern, die sich bewusst für die Pflege von älteren Menschen entscheiden. Der Bericht weist aber auch daraufhin, dass wir zukünftig noch mehr Altenpflegerinnen und Altenpfleger brauchen. Die Generalistik wird, wie andere europäische Länder und die repräsentativen Umfragen bei den hiesigen Auszubildenden belegen, zu deutlich weniger Fachkräften in der Altenpflege führen. Das kann angesichts der demographischen Entwicklung und der zunehmenden Zahl an pflegebedürftigen Menschen niemand ernsthaft wollen. Deshalb ist es gut, dass die Bundestagsabgeordneten klug abwägen, sich nicht von außen unter Druck setzen lassen und die berechtigten Hinweise aus der Alten- und Kinderkrankenpflege ernstnehmen. Die Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunft und gehört aufgewertet statt abgeschafft."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.

(Quelle: freeletter.de vom 17.12.2016 - Internet-Publikation/Online, Erlangen)