< bpa-Präsident: Der Jobmotor Altenpflege brummt
27.11.2015

Erfolge vermelden – Altenpflegeberuf abschaffen?

Landesregierung muss nach Wachstum der Azubizahlen die Zukunft der Altenpflegeausbildung sichern


„Aus dem beeindruckenden Anstieg der Auszubildendenzahlen in der Altenpflege muss die bayerische Landesregierung nun den richtigen Schluss ziehen und die Zukunft der Altenpflegeausbildung sichern.“ Das fordert der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri. „Dass es gelungen ist, die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege um 35 Prozent zu steigern, zeigt deutlich, wie attraktiv dieser Beruf in seiner jetzigen Form ist.“ Gesundheitsministerin Melanie Huml müsse sich nun im Bundesrat dafür einsetzen, dass die Pläne der Bundesregierung für eine Generalistische Pflegeausbildung gestoppt werden.
Dabei würden nämlich die drei bisher eigenständigen Ausbildungen in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege zusammengelegt. „Dabei gehen die wichtige Spezialisierung der Fachkräfte in der Altenpflege und der hohe Anteil der Praxiserfahrungen in der ambulanten und stationären Altenpflege verloren“, warnt der Leiter der bpa-Geschäftsstelle in München, Joachim Görtz. Die Ausbildungsinhalte seien nur zu etwa 40 Prozent deckungsgleich.
„Wir blicken bei der Altenpflegeausbildung mit den jetzt vorgelegten Azubizahlen auf eine Erfolgsgeschichte zurück, an der Politik und Pflegebranche gemeinsam in den letzten Jahren hart gearbeitet haben“, bekräftigt der bpa-Landesvorsitzende Kasri. „Das darf nun nicht durch eine faktische Abschaffung der eigenständigen Altenpflegeausbildung gefährdet werden.“ Der Politik sei offenbar nicht klar, wir sehr dadurch die Attraktivität des Berufes und schließlich die Versorgungssicherheit für Pflegebedürftige in der Zukunft gefährdet würden.