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11.05.2016

Auf der Überholspur


(bpa). Zur jüngsten Vorstellung des Berufsbildungsberichtes und den weiterhin steigenden Ausbildungszahlen im Bereich der Altenpflege erklärt bpa-Präsident Bernd Meurer: "Eine Ausbildung in der Altenpflege ist für junge Menschen attraktiv. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflegeausbildung ist nach den Daten der Schulstatistik im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich um 3.930 (+6,3 Prozent) auf insgesamt 66.285 laut Berufsbildungsbericht 2016 angestiegen. Damit liegt die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Altenpflegeausbildung deutlich vor den Auszubildenden in der Krankenpflegeausbildung (64.022).

Jahr für Jahr steigen nun die Ausbildungszahlen im Bereich der Altenpflege während sie in anderen Bereichen zurückgehen. Erstmals befinden sich mehr Auszubildende in der Altenpflege als in der Krankenpflege. Wer jetzt noch weiter die Behauptung aufstellt, eine Ausbildung in der Altenpflege sei unattraktiv, der ignoriert nicht nur vollkommen die Tatsachen, sondern der handelt auch grob fahrlässig.

Die erneut guten Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht für die Befürworter der generalistischen Pflegeausbildung. Sie machen deutlich, dass die Altenpflegeausbildung attraktiv ist und bewusst gewählt wird. Ad absurdum führen die neuen Zahlen geradezu die Zielrichtung des Pflegeberufegesetzes, nämlich die Pflegeausbildung größtenteils an der Krankenpflege auszurichten, um so die Bedingungen der EU-Anerkennungsrichtlinie zu erfüllen. Künftig hat sich die Mehrheit der Auszubildenden in der Pflege, die aus der Altenpflege kommt, den Bedingungen der Krankenpflege unterzuordnen. Auch wenn die alternde Gesellschaft etwas anderes erfordert. Das ist und bleibt ein Unding und wird den Anforderungen eines stolzen Berufsstandes nicht gerecht. Es wird immer deutlicher, dass hier nur ein Ziel verfolgt wird, die erfolgreiche Altenpflege zugunsten der Krankenpflege auszutrocknen."