< Pflegeberuf bei jungen Menschen in Bayern im Trend
16.12.2016

Altenpflege: Durch Freiwilligendienst zum Traumberuf

Auszeichnung mit Altenpflegepreis: Private Pflegeeinrichtungen und Dienste setzen auf intensive fachliche Begleitung von Freiwilligen.


Praktische Einblicke in den Pflegeberuf können junge Menschen für eine Ausbildung in diesem Bereich begeistern. „Mit ihrem Engagement bei den Freiwilligendiensten zeigen unsere Mitgliedsunternehmen jungen Menschen neue Perspektiven für ihr weiteres Leben auf und bieten einen aktiven Austausch zwischen den Generationen“, sagt der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), Mathias Steinbuck. Sozialministerin Kristin Alheit zeichnete die besonders praxisnahe Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Freiwilligen Sozialen Jahres in den bpa-Einrichtungen jetzt mit einem der Schleswig-Holsteinischen Altenpflegepreise 2016 aus.

„Private Pflegedienste und Heime sind überall in Schleswig-Holstein aktiv und bieten wohnortnahe Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst. Dabei schätzen viele FSJ- und BFD-Teilnehmer gerade die persönliche Betreuung in den oft familiär geführten oder mittelständisch organisierten Einrichtungen“, berichtet Steinbuck. Träger der Freiwilligendienste ist dabei eine bundesweite gemeinnützige GmbH des bpa.

Neben der praktischen Erfahrung in den privaten Pflegediensten und Heimen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Freiwilligendienste auch spezifische theoretische Fortbildungen. Dazu hat der bpa gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern ein Seminarprogramm entwickelt, das die jungen Menschen gezielt auf ihre Einsätze in der Pflege vorbereitet und sie im Laufe des Einsatzjahres begleitet. „Dabei nutzen wir die enge Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsunternehmen und gehen praxisnah auf die Arbeit in der ambulanten und stationären Pflege oder der Kinder- und Jugendarbeit ein“, erklärt der bpa-Landesvorsitzende.

Diese enge fachliche Begleitung helfe dabei, FSJ-Teilnehmer für eine spätere Ausbildung in der Pflege zu gewinnen. Auch in diesem Jahr fanden mehrere Freiwillige so den Weg in den Altenpflegeberuf. „Wer den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs in der Pflege sichern will, der muss neue Wege gehen und interessierten jungen Menschen mit kompetenter Begleitung eine besondere Wertschätzung entgegenbringen“, so Steinbuck.